30 | Bestätigungsfehler
Shownotes
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00:00:03: Willkommen bei Only One Question, der Podcast über die Fragen, die wir alle in uns tragen.
00:00:10: In jeder Folge geht es genau um eine Frage mit so vielen möglichen Antworten – ein Podcast über das Leben, persönliche Entwicklung und Psychologie.
00:00:21: Ehrlich?
00:00:22: Ohne schnelle Antworten für Gedanken, die bleiben!
00:00:26: Ich bin Joey, Psychologin.
00:00:32: sucht unser Gehirn nach Beweisen, dass wir Recht haben oder auch.
00:00:37: Warum fällt es uns so schwer unsere Meinung zu ändern selbst wenn die Fakten dagegen sprechen?
00:00:43: Willkommen in Folge fünf der größten Denkfehler unseres Gehirns.
00:00:49: Nachdem wir uns letzte Woche intensiv mit Fragen um den ersten Eindruck beschäftigt haben wollte ich mir heute mit euch zusammen angucken Warum diese Meinung oft so, so schwer zu ändern ist und zwar ein bisschen mehr im Detail.
00:01:05: Und deswegen schauen wir uns heute den sogenannten Bestätigungsfehler an.
00:01:11: Stelle vor du lernst einen neuen Kollegen kennen.
00:01:15: beim ersten Gespräch wirkt er etwas distanziert.
00:01:18: wenn euch das Beispiel bekannt vorkommt dann Glückwunsch.
00:01:22: habt ihr richtig gut in den letzten folgen zugehört Denn dieses Phänomen und diese Art der Begegnung habe ich persönlich relativ häufig schon erlebt.
00:01:30: Und vielleicht denkt ihr sogar, wow!
00:01:32: Der wirkt ein bisschen arrogant?
00:01:34: Und in ein paar Tagen später nach dem ersten Treffen grüßt er dich auch im Flurnech.
00:01:41: Na super!
00:01:42: Sofort denkst du... Ich wusste es.
00:01:47: Der ist echt unfreundlich, hab's doch gleich gewusst.
00:01:51: Ein paar Wochen später also einmal vorspulen erfahrt ihr ganz zufällig, dass genau dieser Kollege den ihr auch kaum kannte.
00:02:00: Zu dem Zeitpunkt als sie diese Person kennengelernt habt privat eine echt schwere Zeit durchgemacht hat und plötzlich ergibt sich ein völlig anderes Bild.
00:02:11: vielleicht fühlte euch sogar schlecht weil ihr gedacht habt was ihr gedacht hab und weil die Eindrücke auf euch gewürgt haben wie sie gewürkt haben.
00:02:23: Wenn man ein bisschen in sich reinführt und forscht, warum haben wir die erste Erklärung dann trotzdem so bereitwillig geglaubt?
00:02:31: Obwohl wir doch wissen, dass wir eigentlich über vieles was andere Menschen gerade bewegt gar nichts wissen.
00:02:38: Warum suchen wir oft nach Informationen, die unsere Meinung bestätigen?
00:02:43: Anstatt sie zu hinterfragen?
00:02:45: Genau darum geht es heute!
00:02:47: Wie ihr schon genau wisst unser Gehirn liebt Konsistenz.
00:02:53: Unser Gehirn möchte, dass unsere Welt Sinn ergibt.
00:02:57: Es mag Ordnung und Vorhersagbarkeit quasi eine ganz klare Geschichte.
00:03:04: Wenn wir uns also einmal eine Meinung gebildet haben entsteht das Bedürfnis Ja, dass diese Meinung gestehen bleibt Dass die überdauer hat, weil sie etwas Verlässliches für unser Gehirnt wird.
00:03:17: Das ist nicht so, weil wir jetzt wirklich stur wären Sondern wirklich Weil unser Gehirn Konsistenz quasi braucht für Sicherheit.
00:03:29: Eine ständig wechselnde Sichtweise wäre echt anstrengend und deshalb bevorzugt unser Gehör in Stabilität.
00:03:38: Dabei geht es nicht darum, was wir theoretisch könnten also was unsere Vermögen wäre.
00:03:45: in dieser Situation denn in jeder Sekunde könntet ihr eure Meinung ändern?
00:03:52: Ihr könnt euren Blick wenden Ändern, ihr könnt ändern was ihr tut über euch denkt oder über andere.
00:03:59: Any given moment.
00:04:01: aber unser Gehirn hält uns regelmäßig davon ab.
00:04:05: ich halte das für ein ziemlich großen Denkfehler und deswegen wollte ich das unbedingt nochmal im Detail heute mit euch besprechen denn hier handelt es sich um den Bestätigungsfehler oder auch den sogenannten confirmation bias.
00:04:20: In der Psychologie wird diese Sichtweise beziehungsweise dieser Fehler oder dieser Bayes verwendet, um die Tendenz in uns zu erklären, Informationen zu suchen und zu bemerken damit wir uns diese besser merken können.
00:04:40: Und dann eine bestehende Meinung, Sichtweise zu bestätigen.
00:04:46: Gleichzeitig schenken widersprüchlichen Informationen, die ja durchaus immer auch allgegenwärtig sind weniger Aufmerksamkeit.
00:04:58: Das heißt diese Informationen oder Eindrücke, die anders sind als das was wir eigentlich gedacht haben, sind da.
00:05:12: aber unser Gehirn beschützt uns quasi also jetzt beschützten Anführungsstrichen davor, diese klar wahrzunehmen.
00:05:21: Weil die ja im Gegensatz im Widerspruch zu dem stehen würden was wir eigentlich denken.
00:05:29: das passiert völlig unbewusst denn unser Gehirn filtert unsere Welt nicht mit der Frage wirklich Was ist denn jetzt wirklich?
00:05:39: Im Sinne von was es war sondern häufig mit der frage passt das zudem was ich ohnehin schon glaube oder glaube zu wissen.
00:05:50: Das bedeutet, wenn wir noch mal an den Kollegen denken.
00:05:54: Wenn derjenige nicht gegrüßt hat?
00:05:56: Dann war er unfreundlich und unhöflich!
00:05:58: Wenn der Blickkontakt nicht halten könnte, sich nichts zu den anderen beim Mittagessen gesetzt hat oder ähnliches, glauben wer diejenige ist unsozial... ...oder hält sich für was Besseres.
00:06:10: Übrigens steigern können wir das ohne Probleme.
00:06:14: Dass in der Rückschau von uns vielleicht klar wird, wow derjeniger hatte eine mega schwere Zeit.
00:06:20: Der brauchte vielleicht Zeit für sich, war niedergeschlagen.
00:06:23: Konnte gerade sich nicht auf andere einlassen, war vielleicht einfach traurig oder zumindest vielleicht sehr angestrengt und deswegen einfach nicht in der Lage mit den Gedanken ganz woanders.
00:06:38: Man hat uns gar nicht wahrgenommen im Flur oder konnte einfach grade nicht die Energie aufbringen, die es definitiv braucht wenn man neuen Menschen begegnet um vielleicht eine offen noch vielleicht fröhlichere Haltung zu zeigen, wenn derjenige oder auch natürlich diejenige das in dem Moment überhaupt nicht geführt hat.
00:06:59: Da wir aber ja sowieso immer glauben dass sich alles um uns dreht dachten wir natürlich das halt was mit uns zu tun.
00:07:03: Vielleicht haben sie so gedacht er mag uns nicht.
00:07:06: Herzlichen Glückwunsch.
00:07:07: wie gesagt schlimmer geht er mal.
00:07:09: unser Gehirn kann das sogar noch übersteigern ganz nach dem Prinzip uns auch noch zusätzlich vorgefahren zu schützen und dann kompliziert sich aber das Bild Und die Geschichte ergibt Sinn.
00:07:23: Das machen übrigens alle, jeden Tag!
00:07:27: Denn der Bestätigungsfehler ist nicht im Phänomen bei dir oder bei mir – weil Leute, die oberflächlich wären und sich keine Gedanken um andere Menschen machen oder sonst irgendwie… Nicht die sozialsten Typen auf der Welt?
00:07:41: Nein, nein!
00:07:42: Der Fehler begegnet uns überall.
00:07:45: Übrigens auch fast in allen Beziehungen.
00:07:48: Stellt euch mal vor... Ihr habt die Meinung, euer Partner hört euch nie richtig zu.
00:07:52: Das ist vor allen Dingen etwas was ich von Frauen regelmäßig über ihre Männer höre.
00:07:57: Wenn man dieses Bild erstmal hat oder das Gegenüber, sagen wir mal gegen über eine Freundin erzählt hat Ab diesem Moment fallen einem einfach besonders diese Situationen auf in denen ja dein Partner eben wirklich dir nicht zugehört hat.
00:08:17: Die vielen kleinen Momente Er aufmerksam war, voll bei dir, voller Moment geraten aber leicht in den Hintergrund.
00:08:27: Oder wen nehmen sie gar nicht mehr wahr?
00:08:30: Im Beruf gibt's das auch!
00:08:32: Man ist zum Beispiel überzeugt meine Chefin mag mich nicht.
00:08:36: Jeder kritische Kommentar ab dem Moment in dem man diesen Satz nur gedacht hat wird wie eine Art Beweis dafür genommen dass ihm die Chefin einen nicht mag.
00:08:50: und sollte dann sich da doch mal ein Lob zwischen reinmischen, dann wird das als so eine Art Höflichkeit abgetan.
00:08:57: Jedenfalls nicht irgendwie als Gegenbeweis dafür dass vielleicht das Bild, das man von seinem Vorgesetzten oder seiner Vorgesetzte hat, vielleicht ändern sollte.
00:09:08: Es gibt auch globalere Phänomene in denen sich genau diese Konstellationen also der Bestätigungsfehler wiederfindet Auch zum Beispiel bei Nachrichten.
00:09:19: Ich nehme das Beispiel mal gern wenn man schnell dabei ist es auf Menschen und Personen im engeren Umfeld in Partnerschaft, Familie, Kollegen und so zu reduzieren.
00:09:30: Tatsächlich ist es auch so dass wenn wir eine bestimmte Überzeugung haben das wir auch mehr zum Beispiel Artikeln in der Zeitung lesen die dann diese Sichtweise bestätigen.
00:09:45: ich habe Schon sehr häufig in meinem Leben gehört, dass Leute sagen die und die Zeitung lesen sie nicht oder die und Die Zeitung bevorzugen Sie.
00:09:53: Damit ist jetzt nicht wirklich gemeint eine Printausgabe sondern letztendlich auch all die digitalen Formate weil die Zeitungen XY Meinung vertritt oder politisch in diese Richtung neigt oder ähnliches.
00:10:07: Und die meisten Personen die ich kenne lesen nicht fünf Zeitungen sondern einer übrigens wenn überhaupt und die dann nach der eigenen Neigung oder auch gerne der eigenen politischen Sichtweise.
00:10:21: Andere Quellen werden dann häufig als vielleicht sogar weniger glaubwürdig gesehen, also von der persönlichen Meinung, der subjektive Auswahl zuhin zu einer Präferenz die diese subjektiven Wahrnehmung und Auswahl bestätigt wird objektiv geschlossen wie zum Beispiel Glaubwürdigkeit.
00:10:43: Und das nicht unbedingt weil andere Quellen schlecht sind Natürlich nicht, wir reden hier überhaupt von keinem objektiven Prüfung sondern weil sie einfach nichts zu unserem Weltbild passen.
00:10:53: In einer Zeit von Algorithmen die diese Sichtweise dann auch noch unterstützen außerhalb zum Beispiel auch von gängigen Medienformaten hin zur Social Media ihr könnt euch vorstellen was das bewirkt.
00:11:09: Das klingt natürlich jetzt erstmal super super negativ.
00:11:12: Tatsächlich macht natürlich unser Gehirn, dass wir da nicht um uns zu ärgern oder uns schlechter dastehen lassen.
00:11:17: Oder wie kleine Dummies!
00:11:18: Sondern seine Meinung zu ändern anzupassen oder sich auf Veränderung einzulassen kostet enorm viel Energie.
00:11:27: und das bedeutet nämlich häufig, dass man Unsicherheiten dann aushalten muss oder sich Fehler eingestehen muss.
00:11:34: oder vielleicht noch viel größer das Weltbild des eigenes Anzupassens oder zu ergänzen, zumindest.
00:11:43: Und wie alle allermeisten Menschen fühlt sich das unangenehm an?
00:11:47: Es gibt immer die... Die, die mehr suchen, die eine ganz natürliche Neugier und in der Art Forscher dran haben, die dieses Gefühl nicht kennen.
00:11:58: Euch meine ich gerade nicht!
00:12:00: Ich mein hier so die normalos.
00:12:03: In Anführungssträchen normalos bitte.
00:12:05: So wie ich.
00:12:08: Gehirn haben, dass irgendwann vor ein paar hundert Jahre stehen geblieben ist in mancher Hinsicht und es einem einfach schwer macht.
00:12:16: Und Gehirne wie meins bevorzugen es häufig den vermeintlich einfachen Weg zu gehen nämlich wir sammeln doch erst mal bestätigende Aspekte sichtweisen Menschenumstände und ein Gesamtbild das weniger anstrengend ist und da gibt uns dann das Gefühl von Aber richtig gelingen.
00:12:40: Witzig finde ich ist, dass es dabei nicht wirklich darum geht Recht zu haben.
00:12:45: Ich kenne bestimmt so dieses rechthaberisch sein als jetzt nicht unbedingt super positive Eigenschaft eines Menschen das manche ganz explizit nicht wobei ich manchmal nicht ganz sicher bin ob diesem Begriff des rechthaberes seins die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird, woher kommt das eigentlich und was steht dahinter?
00:13:06: Aber darum geht es hier tatsächlich gar nicht.
00:13:08: Sondern dieses Ich habe richtig gelegen ist eher so ein Sicherheitskontrollmechanismus von unserem Gehirn bei dem einfach nur so einen Check in the Box ist danach.
00:13:19: Jupp!
00:13:20: Das ist hier bekannt sicher und erwartbar Und ich bin dadurch sicher Was dahinter steckt.
00:13:29: aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen dass der Bestätigungsfehler unter diesen Umständen echt zum Problem werden kann.
00:13:39: Denn auch wenn diese Bestätigung ja erstmal grundsätzlich nicht, also wirklich nicht per se schlecht ist weil sie uns ja auch hilft zb Entscheidungen zu treffen und schneller Entscheidungen treffen zu können wird es dann problematisch wenn wir am Ende aufhören zu hinterfragen.
00:13:59: ich gebe dem Ganzen immer noch mal so einen anderen Spin und sage wenn wir auch für neugierig zu sein.
00:14:06: Dieses Zu-Hinter-Fragen löst bei vielen Menschen, die ich kenne aus das direkt in Frage stellt was sie denken und wahrnehmen.
00:14:16: Faktisch ist es auch so, ich gebe dem Ganzen nur ein anders klingenden Spinnen und das ist mir total klar.
00:14:22: aber manchmal ist auch der andere Spin hilfreich um einen neuen Zugang zu einem Thema oder einer Fragestellung zu bekommen und man auch die Chance hat noch etwas anderes dabei zu sehen.
00:14:32: denn Ich glaube, dass Neugier noch mal eine andere Nuance ist von sich zu hinterfragen.
00:14:42: Denn dabei geht es auch darum nicht nur welche Glaubenssätze habe ich denn und warum suche ich diese Bestätigung?
00:14:49: Und warum finde ich diese bestätigung in meinen Überzeugungen sondern gerade jetzt hier auch bei diesem Denkfehler geht das so wie auch in der letzten Woche schon ganz bewusst um Themen die eben ganz intensiv mit auch anderen Menschen auseinandersetzen in unserem Umfeld.
00:15:11: Nicht nur mit uns alleine, wir sind eine kleine Insel und keine anderen spielen eine Rolle.
00:15:17: Der Bestätigungsfehler führt in einem irren Tempo dazu dass wir Vorurteile nicht nur haben sondern leben.
00:15:26: das kann zu massiven Missverständnissen führen Und auch im Worst Case zu festgefahrenen Konflikten.
00:15:36: Denn es muss ja nicht bei einem komischen ersten Eindruck bleiben, sondern das kann ohne Probleme knallhart eskalieren.
00:15:45: und das tun wir ja nicht weil Menschen irgendwie böse sind, sondern ja... Weil jeder seine eigene Geschichte bestätigt.
00:15:55: Wenn ich glaube, boah ja der ist wie so ein Idiot und nicht nett und unfreundlich und unzugänglich Klar, wenn ich mit den Aneinanderrate im Meeting bestätigt das nur alles.
00:16:08: Dass sich vielleicht mit demjenigen auf einer fachlichen Ebene aneinander geraten bin Ich vielleicht sogar unrecht habe und wenn ich anders das anders hören könnte Den anderen anders sehen könnt.
00:16:19: in der Situation Wäre die Situation völlig anders gelaufen?
00:16:22: Ich hätte was lernen können meinen Horizont erweitern können oder Mit dieser Person sehr produktiv zusammenarbeiten können.
00:16:32: All das sind natürlich Aspekte die darauf wirken und uns, in all unseren Potenzialen begrenzen können.
00:16:40: Ich glaube dass es beim Bestedigungsfehler sich um ein Denkfehler unseres Gehirns handelt den wir relativ einfach begegnen können.
00:16:53: das Timing ist nur total spannend.
00:16:56: ich würde einfach mal den Raum stellen.
00:16:58: stellt euch doch einfach meine Frage Was müsste eigentlich passieren, damit ihr eure Meinung ändert?
00:17:06: Schaut euch mal eine Person vor bei der Arbeit.
00:17:09: Jetzt nicht jemanden, der wirklich auch ganz objektiv super gemeint zu euch war, sondern eher kleinere Merkmale.
00:17:20: Die würde ich eher als unsympathisch skizzieren die aber durchaus so einem Gesamtbild beitragen.
00:17:27: dann verbringt er weniger Zeit mit der Person.
00:17:29: Er lernt die Personen weniger gut kennen.
00:17:32: Euer Bild wird immer wieder bestätigt.
00:17:34: Ihr seid gar nicht in der Lage, Bemerkungen, Sichtweisen einzusortieren denn am Ende des Tages kennt ihr diesen Menschen eigentlich überhaupt gar nichts.
00:17:42: und was müsste dann passieren damit ihr doch eure Meinung zu dieser Person ändert?
00:17:50: Meine Erfahrung ist dass allein diese Frage den Blick öffnet so ein bisschen wie die Wunderfrage einer Psychologie.
00:17:59: einige von euch kennen das bestimmt therapeutisches Mittel, dass selbst man ein um kreativere Lösungsansätze zu finden aber auch um zum Beispiel Gedankenkreise zu unterbrechen.
00:18:10: Stimmt Denkfehler aufzulösen oder zumindest einen ja kreativen Push zu geben.
00:18:20: wenn sie öffnet den Blick und die wundervrage ist es kommt eine Fee und du hast dein Wunsch frei und du kannst ein Wunder.
00:18:27: du kannst dir alles wünschen was du willst eben dein Problem zu lösen oder ähnliches.
00:18:34: Interessant ist es dann auf einmal Sichtweisen ermöglicht werden, die vorher nicht möglich waren?
00:18:39: Genau das ist im Prinzip das Gegenmodell zum Bestätigungsfehler.
00:18:47: Zum Beispiel kann mir diese Frage ergänzen durch welche Informationen übersehe ich denn hier vielleicht gerade?
00:18:57: Welche Erklärung könnte es noch geben für das Verhalten?
00:19:01: Würde ich diese Situation genauso bewerten, wenn ich das Gegenteil glauben würde?
00:19:06: Würde Ich die Situation genau so bewerten wie meine beste Freundin das machen würde.
00:19:13: Und diese Fragen sind alle Ausdruck von Neugier und neugier ist das beste Mittel gegen den Bestätigungsfehler.
00:19:25: Neugir steht dabei für immer weiter hinterfragen.
00:19:31: Ihr könntet es auch Forschungsgeist nennen.
00:19:35: Es kommt nicht auf das Wording an, es kommt darauf an dass man nicht aufhört Fragen zu stellen denn erst die Fragen ermöglichen uns aus einem Aussage die unser Gehirn in eine irren schnellen Assoziation gebildet hat herauszufordern und zu sagen hey stimmt das überhaupt?
00:19:58: Dabei geht es jetzt nicht darum, dass wir ständig an allem zweifeln sollen.
00:20:02: Um Gottes Willen!
00:20:02: Das meine ich nicht und glaube auch nicht, dass ihr das so versteht.
00:20:05: Ich will's trotzdem gesagt haben.
00:20:07: Es geht darum offen dafür zu bleiben Dass wir Ja, dass WIR uns irren können Und dass DAS keine Schwäche ist.
00:20:16: Also wir... Ich möchte jetzt auch nicht den nächsten Stopper in eurem Gehirn.
00:20:19: Das ist keine Schwäche, er hat mich versagt.
00:20:22: Im Gegenteil Hier geht es darum geistig beweglich zu bleiben Für euch, denn feste starre Bilder sind nicht nur ein Probleme miteinander.
00:20:36: Sie können euch auch massiv begrenzen und euch Möglichkeiten versperren – und natürlich will ich das nicht für euch!
00:20:43: Möchte alles Gute vor euch!
00:20:46: Und vielleicht ist es sogar eine der wirklich wichtigen Fähigkeiten insgesamt in der Welt?
00:20:55: Vor allen Dingen heutzutage, in der wir täglich mit so vielen Informationen konfrontiert werden….
00:21:00: Diese Auswahl, dennoch weiter immer zu hinterfragen auch wenn es anstrengend ist.
00:21:09: Ich glaube nicht dass das der größte Denkfehler ist, dass man eine falsche Meinung haben kann.
00:21:14: Ich finde auch nicht mal dass es ein Denkfehl er ist, Dass man sich schnell eine Meinung gebildet hat die vielleicht sogar nicht stimmt!
00:21:21: Ich glaube dass das größte Problem ist... ...dass wir die Überzeugung haben können.. ..das dann diese gebildete Meinung die einzige mögliche Erklärung ist für eine Situation, für ein Verhalten.
00:21:37: Für wie ein Mensch es ist.
00:21:39: und auch wenn ich weiß – und auch ein Stück weit akzeptiere – dass unser Gehirn eben genau diese Geschichten liebt?
00:21:46: Und das Narrativ ja auch nie stoppt!
00:21:49: Weiß' ich doch ganz genau das Leben, den Menschen und alles drumherum viel, viel komplexer is'.
00:21:57: Ich weiss doch ganz tief drin, da's sovieles gibt was ich einfach nicht weiß.
00:22:05: Und dann kann auch echtes verstehen und miteinander entstehen, nämlich genau dort wo wir dann bereit sind unsere Sichtweise noch einmal zu hinterfragen Denn wir sehen die Welt nicht wie sie ist.
00:22:22: Wir sehen sie oft nur so wie wir glauben.
00:22:26: dass sie es oder eine eigene Mitbringung möchtest, findest du uns auf Instagram unter only one question.
00:22:46: Oder du schreibst uns direkt!
00:22:47: Die Immeradresse findest Du in den Shownotes.
00:22:50: Danke dass du dir Zeit genommen hast.
00:22:52: Wir hören uns in der nächsten Folge des Bald.
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