19 | Wahrnehmung
Shownotes
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00:00:03: Willkommen bei Only One Question, der Podcast über die Fragen, die wir alle in uns tragen.
00:00:10: In jeder Folge geht es genau um eine Frage mit so vielen möglichen Antworten – ein Podcast über das Leben, persönliche Entwicklung und Psychologie.
00:00:21: Ehrlich?
00:00:22: Ohne schnelle Antworten für Gedanken, die bleiben!
00:00:26: Ich bin Joey, Psychologin.
00:00:31: Sehen wir die Welt wirklich so, wie sie ist?
00:00:37: In der heutigen Folge soll sich alles um Wahrnehmung drehen.
00:00:42: Ich habe das ja auch in der letzten Folge schon angeteasert und ich möchte mit euch klären warum Menschen dieselbe Realität oft völlig unterschiedlich erleben.
00:00:56: was da eigentlich passiert denn wir denken ja auf dass wir die welt objektiv wahrnehmen würden dass wir sehen, hören und erleben ja was tatsächlich passiert.
00:01:11: Aber genau genommen erleben wir nie die Realität so direkt.
00:01:16: Wir erleben sie immer nur in unserer Form In unsere ganz eigenen Interpretation davon Denn unser Gehirn filtert ständig Informationen Eindrücke Emotionen Erfahrungen.
00:01:30: Es entscheidet worauf wir achten Was uns wichtig ist was wir vielleicht gar nicht wahrnehmen.
00:01:37: Ja, wie eben ein Filter!
00:01:39: Und genau deswegen können zwei Menschen dieselbe Situation erleben und sich dann völlig unterschiedlich daran erinnern – das ist bei euch bestimmt schon ein paar mal passiert und ihr täuscht euch auf.
00:01:52: und nicht nur dass der eine sich an etwas erinnert und der andere nicht und dann der andere sagt, ah ja jetzt wo du sagst ja weiß ich noch mmh es kann sein gar keine Erinnerung daran hat, weil derjenige oder diejenige es schlichtweg nicht wahrgenommen hat.
00:02:10: Und dieser Folge geht es darum wie Wahrnehmung eigentlich funktioniert welche psychologischen Mechanismen dabei wirken?
00:02:18: Dabei habe ich euch zwei wesentliche rausgesucht.
00:02:22: Es wirkt noch viel viel mehr aber Ich hab erst mal zwei genommen.
00:02:25: das eine kennt ihr schon Das andere ist vielleicht für den ein oder anderen neu für euch.
00:02:30: Dann schauen wir uns an, warum unser Gehirn Abkürzungen nutzt und vielleicht auch rauch.
00:02:37: Und wie unsere Wahrnehmung dadurch beeinflusst wird Wie wir über uns selbst und andere Menschen dabei denken und überhaupt unser Leben.
00:02:48: Vielleicht sehen wir die welt nie genau so wie sie ist Sondern nur so wie unser gehirn sie für uns zusammensetzt.
00:02:55: aber wir machen natürlich immer jetzt zehn schritte zurück Und jetzt klären wir einmal, was ist Wahrnehmung eigentlich?
00:03:03: Und insbesondere, was meine ich wenn ich von Wahrnehnung jetzt in dieser heutigen Folge spreche.
00:03:10: Was versteht der Psychologe darunter?
00:03:12: Ihr müsst wissen dass jeden Moment fast unzählige Informationen auf euch auf mich einprasseln!
00:03:20: Es sind denn etwa elf Millionen Reize pro Sekunde also Informationen.
00:03:27: der Psychologe spricht von Reizen.
00:03:30: Tatsächlich können wir und unser Gehirn am Ende nur vierzig bis fünfzig bewusst von diesen elf Millionen Reizen überhaupt verarbeiten, die überwältigende Mehrheit der Sinneseindrucke wird vom Unterbewusstsein gefiltert auch verarbeitet aber quasi aussortiert herausgefilterd um eine Reizüberflutung zu verhindern.
00:03:56: Dazu gehören alle möglichen Reize.
00:03:59: Das können Geräusche sein, Gesichter, Farben, Licht, Dunkelschatten Stimmungen Bewegungen Sprache Signale Reize die in uns selbst liegen also Dinge die in unserem Körper passieren die wir wahrnehmen die auf uns wirken.
00:04:19: unser Gehirn könnte unmöglich diese große Anzahl an Reizen verarbeiten.
00:04:25: Es filtert.
00:04:26: deswegen und deswegen ist eben unsere Wahrnehmung nicht einfach nur das, was wir sehen.
00:04:32: Sondern Wahrnehnung ist eine Auswahl!
00:04:36: Ihr könntet es sehen auch ergänzen mit – es ist nicht nur das bis wir hören oder das was wir riechen oder dass was wir schmecken sondern es ist das was unser Körper in der Lage ist insgesamt überhaupt verarbeiten zu können.
00:04:49: Das ist unsere Wahrneehmung.
00:04:52: Ich weiß nicht ob ihr das schon mal probiert habt wenn euch etwas weh tut und ihr zum Beispiel irgendwo ein bisschen mal in euren Finger zwickt.
00:05:02: Werdet ihr den anderen Reiz, den Reitschmerz weniger stark wahrnehmen?
00:05:07: Jedenfalls für einen Moment!
00:05:09: Weil eben unser Gehirn nur in einem begrenzten Spektrum Reize verarbeiten kann – das kann man sich durchaus auch einmal zu Nutzen machen.
00:05:18: In verschiedenen Therapieformen wird es durchaus auch genutzt, wenn eine gewisse Reizüberflutung einsetzt.
00:05:25: Krankheitsbildern kann man ganz bewusst das jetzt neue Reize einsetzen um ich sage mal ganz unfachlich ausgedrückt, um euer Gehirn quasi abzulenken von einer gewissen Situation.
00:05:37: Das hat natürlich auch seine Grenzen aber es hat massiv gute Wirkung vor allen Dingen im allerersten Moment.
00:05:44: und jeder von euch der schonmal stärkere Angst ausgesetzt war oder vielleicht ein panischerem Gefühl Vielleicht auch vielleicht nicht Panik, aber vielleicht ein großes Gefühl der Unsicherheit.
00:06:00: Wenn dann eine Ablenkung eintritt... Der ist jetzt super nervös!
00:06:03: Vielleicht nimmt man mal nicht gleich die ganz super negativen Gefühne?
00:06:07: Aber ihr seid super nervöst und jemand lenkt euch ab.
00:06:10: das kann total helfen um vielleicht den Moment zu überbrücken, der euch vielleicht auch gestoppt oder zurückgehalten hätte.
00:06:21: unser Gehirn entscheidet immerzu Was bekommt überhaupt Aufmerksamkeit?
00:06:29: Was ist relevant?
00:06:31: und das hat keine echten Objektiven, sondern rein subjektive Filter.
00:06:37: Und was wird vielleicht vollständig ausgeblendet?
00:06:40: Dadurch entsteht eben unsere ganz eigene persönliche Realität.
00:06:47: natürlich überschneidet die sich in vielen Bereichen auch mit dem was andere wahrnehmen.
00:06:54: aber Man merkt schon ganz an Kleinigkeiten, wenn man wirklich mit jemandem darüber redet keine Ahnung.
00:07:02: Geht mit jemanden spazieren und er unterhaltet euch.
00:07:05: im Nachgang wird zum Beispiel eine Blume die ihr gesehen habt Wenn es darum geht.
00:07:11: Und Farben könnte man ja denken wie ein relativ objektiv Wie diese farbe beschrieben und wahrgenommen wurde.
00:07:17: alleine hier gibt Es eine enorm große Varianz.
00:07:21: sicherlich können wir uns auf Primärfarben im Großen und Ganzen einigen.
00:07:25: Aber wenn es dann um die Norsen gibt, ob man das eher dunkler oder heller wahrgenommen hat oder dass man glaubt ist noch wie die Farbmischung sich ergibt, keine Ahnung, man sieht einen Baum und findet mehr, dass das eher in dunkelgrün oder weiß ich nicht, ein grau grün mit bläulichen Aspekten?
00:07:46: Ach, keine ahnung!
00:07:47: Oder mehr in gelbgrün?
00:07:49: Der Bereich ist enorm groß.
00:07:53: Und man schaut auf das gleiche Objekt, man hat ein Kriterium wie Farbe was vergleichsweise objektiv ist.
00:08:00: und damit meine ich jetzt nicht wenn jemand Farben nicht richtig sieht ja also sondern wir gehen jetzt einfach mal davon aus.
00:08:05: Jemand der auch ganz gesund und voll sehen und wahrnehmen kann also jedenfalls von visuellen Reizen und nicht mal da!
00:08:16: Das heißt wir sehen nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit und erleben nie die ganze Wirklichkeit.
00:08:23: Und sogar wenn wir glauben, wer neben den ganzen Wirklichkeiten war ist es nur unsere Wirklichkite.
00:08:29: Unser Gehirn macht das natürlich surprise-surprise total bewusst.
00:08:34: Bewusst unbewusst quasi!
00:08:37: Denn unser Gehirnt versucht ständig Energie zu sparen.
00:08:40: aufgrund der großen Reizflut und auch dem möglichen gefallenen absoluten Reizüberflutung sucht es Abkürzungen.
00:08:48: Psychologisch gibt es dafür unterschiedliche Begriffe, die ihr finden könntet wenn ihr das jetzt zum Beispiel googelt oder mal nachschaut.
00:08:54: Man nennt das zum Teil heuristischen oder auch automatische Denkprozesse und sehr verbreitet ist die Bezeichnung kognitive Verzerrung ganz klar denn wir nehmen ja nicht dass so war wie es ist wer weiß schon wie's ist aber so sondern wir nehmen es durch quasi in Anführungsstrichen unsere Brille war, also eine verzerrte Wahrnehmung.
00:09:21: Sehr spannend und das klingt vielleicht auch jetzt erst etwas kompliziert.
00:09:24: Das ist aber überhaupt nicht und wir machen das ständig!
00:09:27: Sagen wir mal ihr lernt jemanden neu kennen – eine Person.
00:09:31: Es wird nur wenige Sekunden brauchen bis sie euch den ersten Eindruck gebildet habt.
00:09:38: Ein großer Teil davon entzieht sich eurer bewussten Einflussnahme, zum einen wirken visuelle Reize viel schneller als er sie kognitiv verarbeiten könnte.
00:09:51: Nicht nur aber visuelle reize sondern auch zb die Art wie jemand riecht was wir wahrnehmen können Aber nicht oder häufig jedenfalls nicht bewusst.
00:10:02: und damit meine ich jetzt nicht wenn jemand zum Beispiel parfümiert ist und man das deutlich wahrnimmt oder jemand sagen wir mal gerade vom Sport kommt oder so, vielleicht nicht so gut riecht.
00:10:11: Keine Ahnung!
00:10:12: Oder vielleicht in unserer Nase besonders gut rIECHT?
00:10:14: Wer weiß wer weiß Das meine ich jetzt nicht sondern ich meine ganz unspektakulär riechend quasi aber jemand dessen Geruch wir trotzdem wahrnehmen oder eine Stimmung die wir von ihm machen wahr nehmen oder oder oder.
00:10:31: Die Bandbreite ist relativ quasi Deckungsgleich mit der möglichen Anzahl von Reizen und auch Wahrnehmungsmöglichkeiten, die wir als Mensch haben.
00:10:42: Das passiert nicht weil wir dann wirklich schon wüssten wer diese Person ist oder mir die wirklich kennen sondern unser Gehirn will dann schnell Ordnung schaffen.
00:10:53: das stimmt übrigens auch nicht nur bei anderen Menschen sondern auch bei Erfahrungen Erlebnissen neuen Orten etc.
00:10:59: Unser Gehirnt will das dann sortieren quasi einsortieren.
00:11:03: Das hat ganz viel damit zu tun, was ich euch in einer der vorherigen Folgen erklärt hatte.
00:11:07: Es geht natürlich auch darum bestimmte Gefahrensituationen einschätzen zu können um gegebenenfalls festzustellen und dass man vielleicht in die andere Richtung schnell laufen sollte.
00:11:18: Ich weiß nicht ob das jetzt so zeitgemäß ist.
00:11:20: heutzutage Man trifft jemandem für mal unsere Part schon wobei ein bisschen witzig wäre da schon dreht man sich direkt um und läuft in die andre Richtung.
00:11:27: Nein also Spaß beiseite!
00:11:30: Wahrscheinlich auch schon nicht mehr sozial adäquat, aber davon mein ganz ab.
00:11:34: Ist das natürlich irgendwie nicht das was wir tun?
00:11:36: Aber unser Gehirn hat die gleichen Mechanismen noch um uns zu unterstützen.
00:11:40: Da unser gehörend schnelle Erklärung liebt, mag es selbstverständlich auch Abkürzungen um zu diesen Schlussfolgerungen und Erklärungen zu kommen.
00:11:49: Das hilft uns im Alltag ungemein Kann aber natürlich auch dazu führen dass wir Situation völlig falsch interpretieren oder mit unserem ersten Eindruck zu jemandem anders total falsch liegen.
00:12:01: Was mir mal passiert ist, ich habe jemanden kennengelernt es schon viele Jahre her und diese Person war sagen wir mal still zurückhalten vielleicht Und ich fand das am Anfang distanziert und hatte den Eindruck diese Person wäre vielleicht sogar ein bisschen arrogant?
00:12:23: Das waren so meine ersten Bauchgefühle.
00:12:26: Es hat einiges an Zeit gebraucht und auch eine persönliche Selbstreflektion.
00:12:31: Um dann festzustellen, nein diese Person ist all diese Dinge nicht!
00:12:35: Das ist jemand der zurückhaltend ist... ...eher ein bisschen schüchtern und vor allen Dingen sehr unsicher.
00:12:43: Das hat aber gebrauch bis ich das gesehen habe.
00:12:46: Das war jetzt noch nicht eine hundert-achtzig Graddrehung bei mir?
00:12:51: zu hundert Prozent ändert, wie ich über diese Person denke.
00:12:54: Aber viele der ersten Eindrücke die ich hatte haben sich überhaupt nicht bestätigt.
00:12:59: Mein Gehirn hat aber trotzdem erst mal diese Situation mit dieser Person und auch die Person selbst ein Stück weit einsortiert.
00:13:06: gar nicht so leicht nämlich aus den Nummer dann wieder rauszukommen denn wenn unser Gehirr erstmal etwas sortiert hat bedarf es einiges an Anstrengungen das wieder umzusortieren.
00:13:16: dazu sind zwei ganz wesentliche Mechanismen zu nennen.
00:13:21: Wahrnehmung oder beziehungsweise innerhalb der Wahrnehnung wirkt, ganz viel!
00:13:25: Ich kann heute nur einiges anreißen.
00:13:28: ich möchte euch aber zwei der wichtigsten Mechanism in auf jeden Fall kurz erklären also eins kurz und eines bisschen ausführlicher.
00:13:34: sag euch auch gleich warum weil aus meiner Sicht ist es so dass die jedenfalls Formen der Wahrnehmung, letztendlich ihren Platz haben und deswegen so ein bisschen universeller wirken.
00:13:47: Und deswegen einfach hier in unserer vielleicht nicht letzten Folge zum Thema Wahrnehnemung einfach euch ein bisschen den ersten guten Start geben.
00:13:54: Erster Bereich, den ihr kennen müsst oder kennt ihr eigentlich schon?
00:13:59: Wenn ihr schon dem Podcast ein bisschen länger hört dann wisst ihr das auf jeden Fall schon.
00:14:02: Ein besonders wichtiger Mechanismus ist der sogenannte Negativity Bayes.
00:14:08: Dazu hatte ich eine ganze Folge, hört es euch total gerne an.
00:14:11: Aber der Einfachheit halber damit ihr jetzt hier nicht aufhören müsst zuzuhören, sondern einfach dabei bleiben könnt und vielleicht als nächstes die Folge hört.
00:14:19: Damit ist gemeint dass unser Gehirn negative Informationen stärker bewertet als positive.
00:14:27: Das hat natürlich vor allen Dingen evolutionäre Hintergründe und hat uns als Art darin unterstützt zu überleben.
00:14:37: das führt aber heute vor allem dazu Kritik länger hängen bleibt als Lob.
00:14:43: Schlechte Nachrichten viel intensiver wirken, auch viel intenser wirken als positive in einem Potburi von Feedback vor allen Dingen die negativen Kritipunkte bei uns ein hohe Präsenz haben und wir erinnern uns auch an unangenehme Situationen deutlich stärker als an positive.
00:15:06: Wie gesagt evolutionär war das sicherlich mal sinnvoll Und auch heute hat das noch einen Platz.
00:15:12: Weil natürlich gefahren, erkannt werden mussten damit unser Überleben als Menschen gesichert ist und es war eindeutig wichtiger als irgendwelche schönen Momente.
00:15:20: Aber dieses alte Schutzsystem läuft ja heute weiter obwohl wir in dieser Situation in der Form so gar nicht mehr sind oder häufig nicht mehr Sind.
00:15:31: Das kann dazu führen dass wir einfach unsere Probleme stärker wahrnehmen Marke oder vermeintliche jedenfalls irgendwie fokussieren und dann vielleicht sogar Positives übersehen.
00:15:46: Das kann sich massiv auf unsere Zufriedenheit auswirken, auch auf unser Selbstbild.
00:15:54: Na ja!
00:15:54: Und dann sieht vielleicht das Leben ganz schnell so aus als ob es nur negativ wäre.
00:15:59: Ja, unser Gehirn ist darauf trainiert diese Signes schneller zu erkennen und wie gesagt hat natürlich durchaus eine Funktion aber im Alltag kann das durchaus eine Last sein.
00:16:10: Wie gesagt, in diesem Bereich habe ich schon mal viel ausführlicher in der Folge zum Negativity-Buyes beschrieben.
00:16:15: Hört euch das super gerne an!
00:16:16: Ich hoffe ihr habt damit Spaß.
00:16:18: Der zweite Bereich, zwei Mechanismus den ich euch gerne vorstellen wollte heute und der ist quasi in Anfang Strichen neu also jedenfalls neu hier im Podcast denn ich glaube nicht dass ich darüber schonmal gesprochen habe es der sogenannte Confirmation Buy ist vielleicht auch nicht neu für jeden von euch Aber auf jeden Fall neuen Podcast und ich erkläre euch genauso in aller Kürze kurz, was das eigentlich ist.
00:16:42: Beim Confirmation Bias geht man davon aus dass wir besonders auf Informationen achten die das bestätigen was wir ohnehin schon glauben.
00:16:56: Ich lasse es mal kurz sagen bei Euch unsere selektive Wahrnehmung die sowieso ganz viel ausfiltert führt dazu Nicht nur nicht alles wahrnehmen, sondern wir auch noch die Dinge besonders wahrnehmen.
00:17:17: Die uns in dem bestärken was wir eh schon immer gedacht haben.
00:17:23: hilfreich ist das nicht so wirklich Denn sowohl im guten als auch im schlechten führt es zu enorm verzerrten Ergebnissen sagen wir mal im negativen wenn man den Glauben hat.
00:17:40: Man wäre nicht gut genug, durchaus gesellschaftlich heutzutage durch Außenthema für viele Menschen.
00:17:48: Dann wird unser Gehirn genau die Situation stärker wahrnehmen, die genau dieses Gefühl bestätigen.
00:17:55: Andere Erfahrungen, die wir aber haben werden sehr schnell übersehen, die dem also widersprechen würden – die in einem Dessent stehen zu diesem Glaubenssatz.
00:18:05: Genauso aber auch anders drum wenn Zum Beispiel glauben, dass jemand ein ganz toller Mensch ist.
00:18:12: Bis wir davon überzeugt sind das da vielleicht doch nicht alles rosa rot ist und alles super muss enorm viel passieren.
00:18:19: damit wird diesen einstmals gefasstenen Schluss und Eindruck überdenken.
00:18:24: Über uns selbst wie auch andere als auch Umstände.
00:18:29: Das betrifft auch Werte Glaubensvorstellungen Normen die wir für richtig und falsche achten.
00:18:38: Heutzutage finde ich das besonders kritisch im Zusammenspiel mit Social Media.
00:18:44: Denn der Algorithmus wird enorm schnell erkennen, was ihr richtig und gut und interessant findet – was euren Interessen und aber auch euren Werten und Euren Prägungen entspricht.
00:18:53: Und wird euch automatisch mehr davon zeigen?
00:18:56: Klar!
00:18:56: Weil die Part form genau einen Interesse hat nämlich dass sie länger Zeit auf der Plattform verbringt.
00:19:02: All das was ihr dann verkonsumiert unterstützt dann das was Ihr sowieso schon glaubt Mal abgesehen davon, dass es bestimmte andere Mechanismen erleichtert nämlich euch auch glauben zu lassen.
00:19:15: Bestimmte Informationen wären richtig.
00:19:18: sogar wenn man Fake News einmal jetzt hier aus der Gleichung rausnimmt bedeutet das dass eure Vorstellungen Werte und Einstellungen nochmal zusätzlich verstärkt werden.
00:19:29: Das Ganze wirkt auch mit ohne Social Media natürlich nicht in der Taktung.
00:19:34: deswegen glaube ich ist das etwas Worüber es sich wirklich lohnt, auch mal nachzudenken.
00:19:39: Insbesondere wenn man mehr Zeit auf Social Media verbringt.
00:19:45: Kein Urteil meinerseits sondern eher ein Hinweis für euch darüber nachzdenken was das vielleicht mit euch macht und warum das bestimmte Sachen bei euch so bestätigt.
00:19:56: nicht nur dass Wenn man natürlich sich mit Freunden unterhält und ich habe einen Satz gehört, meine guten Freunde ja social media ist ja voll von X Ein Thema mit der sich diese Person intensiv beschäftigt hat und ich habe gesagt, nein mein Social Media ist nicht damit voll.
00:20:14: Wieso?
00:20:14: Nein das ist doch also mir wird doch kaum noch was anderes angezeigt!
00:20:17: Und dann haben wir darüber länger geredet.
00:20:19: für alle die natürlich sowieso wissen wie es funktioniert.
00:20:21: Ich hoffe ihr gähnt nicht so laut aber ich wollte das als Beispiel bringen weil der Confirmation Bayer ein absolut wichtiges Tool auch in den Algorithmen sind.
00:20:31: Das alleine natürlich nicht Aber es ist ein wichtiger Teil davon.
00:20:34: Unser Confirmation by ist natürlich nicht nur schlecht für uns, sondern hilft uns natürlich auch im Sortieren.
00:20:40: Aber im Gegensatz zum Negativity-Byes muss man fairerweise sagen, stolpern wir nicht so viel darüber und umso wichtiger ist das ihr euch damit ein Stück weit auseinandersetzt weil negativity Byes führt häufig dazu dass bestimmte Themen die wir nicht schön finden verstärkt werden und stärker wahrgenommen werden.
00:20:58: Das kann ja durchaus eine Last sein und vielleicht nicht nur schön sein, oder etwas sein.
00:21:02: Bei dem wir eher mal hinterfragen, ist das auch wirklich so?
00:21:05: Könnte ich mir jedenfalls eher vorstellen als dass ihr euren Conformation-Buyes hinterfragt denn der zeigt euch doch das was ihr sowieso schon dachtet!
00:21:13: Und das zu wissen ist ein wichtiger Punkt um zu realisieren wie verzehrt Wahrnehmung ist aber auch wie einseitig eure Wahrheit dann ist.
00:21:28: Und wenn ihr natürlich über euren Tellerrand hinaus gucken wollt, wenn ihr da auch Entwicklung für euch haben möchtet dann hilft das alles nichts.
00:21:37: Dann müsst ihr rauskommen aus eurer Komfortzone und euch genau diesen Punkt einmal angucken!
00:21:42: Denn häufig sind wir ja da interessiert oder vielleicht sogar ein bisschen beweglicher in dem was wir denken womit wir uns auseinandersetzen wollen weil wir im Zusammenleben mit anderen Menschen feststellen dass Vielleicht genau dieselbe Situation ganz anders erlebt und wahrgenommen wurde, und wir dadurch Fragen haben oder uns Fragen gestellt werden durch eine andere Person.
00:22:07: Und da ist vielleicht einfach hier auch noch zum Kontext natürlich zu wissen... Ich glaube jalicherweise jeder einzelne Bereich den ich jetzt nenne verdienten eigene Podcast folge.
00:22:17: aber Wir fangen mal mit einem Überblick an denn Natürlich Ist unsere Wahrnehmung Ich sage dir schon total persönlich, total subjektiv.
00:22:26: Aber auch beeinflusst und zwar durch so was wie Erfahrungen Prägung Erziehung unsere Gefühle also unserer Emotionen Werte Normen oder aber auch sowas wie Erwartungen.
00:22:42: Und deswegen gibt es eben nicht nur eine Wahrheit und schon gar nicht die Wahrheit Sondern es gibt gegebenenfalls eure Wahrheit meine Wahrheit Dinge die sich richtig anfühlen.
00:22:56: Dinge, die Sinn für uns machen.
00:23:00: Das heißt ihr seid in der gleichen Situation und ihr erinnert euch möglicherweise an unterschiedliche Dinge oder ihr habt auch diese Situation völlig unterschiedlich wahrgenommen.
00:23:10: Ich erinnere mich an eine Abbildung, die ich eine Psychologie-Lehrbuch hatte irgendwann im Studium weiß gar nicht mehr in welchem Kontext aber ich fand es so hilfreich dass ich euch davon kurz erzählen will.
00:23:22: auf dem Bild Sieht man zwei Personen von hinten, die sitzen auf einer Bank.
00:23:27: Es ist ein wunderschöner, wolkenfreier sonniger Tag und die Personen sitzen auf ner Bank.
00:23:34: Das sieht man, das ist auf nem Berg und die überblicken einen Tal.
00:23:37: Ist total düllisch, total schön!
00:23:40: Die Wiesen sind grün, alles ist ganz wunderwunderschön.
00:23:44: Und dann gibt's zwei weitere Bilder, die Beispiele geben Wie die Wahrnehmung unabhängig von diesem objektiven Bild, wie das und was es alles beeinflussen kann.
00:23:58: Die eine Person guckt in das Tal, sieht aber gar nicht das Tal so wie's gerade ist sondern das ganze Tal ist schneebedeckt Und es scheint eine Form der Erinnerung zu sein an eine wunderschöne Abfahrtschiesituation weil sie vom Berg ins Tal die man sieht, ist fröhlich und ausgelassen.
00:24:23: Und das ist offensichtlich eine schöne Erinnerung und positive Emotionen.
00:24:27: Dementsprechend ist das Bild vom Tal ausgesprochen positiv.
00:24:32: Die andere Person denkt auch an dieses Tal aber auch an einer anderen Situation nicht die aktuelle Situation sondern erinnert sich an eine Situation.
00:24:44: da ist die Person offensichtlich Kind ist mit den Eltern unterwegs und wandert dem Berg hoch.
00:24:52: Und es völlig erschöpft, angestrengt!
00:24:56: Vielleicht sogar am Ende von Kräften schwitzt wenn der Gesichtsausdruck ist so frustriert, ermüdet vielleicht auch leicht aggressiv?
00:25:05: Alle Erinnerungen an dieses Tal und diesen Berge sind sagen wir mal eher problematisch.
00:25:11: Der Blick ins Tal.
00:25:12: heute ist davon total gefärbt.
00:25:16: Das bedeutet natürlich dass wir mit all diesen Dingen Die gleichen Situationen und Erlebnisse bewerten und in diesem Licht sehen und erleben.
00:25:30: Wahrnehmung ist eben, in jeder Hinsicht persönlich gefärbt – im guten Bien schlechten!
00:25:39: Ich weiß nicht ob ihr euch erinnert an eine der letzten Folgen als ich euch gesagt habe, Wie die Autofahrt sein kann, je nachdem alleine wie meine Stimmung ist und ob ich vielleicht Stress habe oder nicht.
00:25:50: Und an dem einen Tag ist die Sonne toll.
00:25:52: An den nächsten Tagen finde ich die Sonnen doof und sie blendet mich.
00:25:55: Ich kann nicht richtig sehen usw.
00:25:57: Das ist eben total normal.
00:26:00: Gleiche Dinge, die objektiv sind können unterschiedlich wahrgenommen werden.
00:26:04: Es kann man ja dann an die Spitze treiben und dann nicht sagen es sind unterschiedliche Tage sondern nur zwei Leute im Auto, die exakt in der gleichen Situation sind aber die sehr unterschiedlich erleben.
00:26:15: Spannend finde ich, ob man die eigene Wahrnehmung überhaupt ändern kann oder ob wir quasi der ganzen Sache so ausgeliefert sind.
00:26:22: Die kurze Antwort ist ja jedenfalls teilweise!
00:26:27: Wir können das nicht wirklich schön reden.
00:26:29: also selbst Suggestion könnt ihr natürlich gerne mal probieren.
00:26:34: So richtig empfehlen kann ich es euch nicht aber wir können drei kleine Sachen machen um bewusster wahrzunehmen und dass hat durchaus größeren Einfluss auf unsere Gesamtwahrnehmung.
00:26:49: Das erste, was ich euch an die Hand geben würde ist hinterfragt eure Gedanken.
00:26:55: nur weil sich etwas wahr anfühlt muss es noch lange nicht objektiv war sein.
00:27:02: eine meiner Lieblings-Podcasterin sagt immer glaub mich jeden dummen Gedanken den du hast.
00:27:07: Ich persönlich finde das ein unglaublich kurden Rat.
00:27:10: Denn nur weil ich etwas denke, ist das noch lange nicht die Wahrheit?
00:27:14: Nur weil das mein erster Eindruck ist, ist es auch nicht die Freiheit.
00:27:18: Erinnert euch an das Beispiel was ich euch eben gegeben habe.
00:27:21: Ich fand jemanden distanziert fast schon arrogant.
00:27:24: Die Person war einfach nur tief unsicher.
00:27:26: Wenn ich mir nicht Zeit genommen hätte und mich selber mal hinterfragt hätte Was da eigentlich passiert Hätte diese Person vielleicht niemals kennengelernt.
00:27:34: Übrigens ein herber-herber Verlust wäre das gewesen für mich Aber auch über mich selber zu lernen dass meine Wahrnehmung mir vielleicht sogar Steine in den Weg legt, wenn ich meine Gedanken nicht ab und zu hinterfrage.
00:27:47: Was ihr auch tun könnt so als zweiten Punkt ist, ihr könnt eure Aufmerksamkeit bewusst lenken!
00:27:53: Ihr könnt euch fragen zum Beispiel worauf richte ich gerade meinen Fokus?
00:27:58: Denn das worauf wir achten wird unsere Wahrnehnung enorm beeinflussen und wird in der Wahrnehmung sogar größer Wenn wir also uns geärgert haben Und uns diesen Ärger noch zwanzigmal innerlich sagen oder nicht nur innerlich, sondern in einem wilden, wüsten vielleicht auch einen Kraftausdrückengespickten Selbstgespräch.
00:28:21: Na bruschmalzeit, dann kriegt das eine riesige Repräsentanz an unserem Gehirn.
00:28:24: Das wird immer größer.
00:28:25: die Situation wird wahrscheinlich auch immer viel größer als sie vielleicht war plus wir kriegen ja auch noch ne richtig miese Stimmung.
00:28:31: nun kann man das manchmal nicht aufhalten und Ich will euch auch nicht sagen, kontrolliert euch die ganze Zeit.
00:28:36: Das ist überhaupt nicht was ich sage!
00:28:38: Aber vielleicht gibt es eben auch etwas Gutes oder etwas anderes muss ja nicht immer nur was Gutes sein im Sinne von hier good vibes only sondern in Sinne von worauf könnte ich denn auch meine Aufmerksamkeit noch richten?
00:28:52: Ist da vielleicht auch was... ich sag mal neutrales damit sich vielleicht auch unser innerer Sturm vielleicht legen könnte Wenn es nicht ein Sturm ist, aber vielleicht ein gelehmtes Gefühl Traurigkeit Nervosität Ängste etc.
00:29:12: Was macht das mit uns?
00:29:13: Vielleicht wenn ich dem Ganzen für den Moment etwas weniger Raum gebe sondern einfach sage Ich denke jetzt an was anderes Nicht so.
00:29:21: ich mache mir schöne Gedanken so meine ich dass nichts Sondern ich gucke was passiert in meiner Umgebung.
00:29:26: Das könnte auch sowas sein wie etwas fühlen heißen Tipp, wenn ihr mal richtig nervös seid und wisst diese Nervosität hilft mir gerade gar nicht.
00:29:40: Etwas was meine Erfahrung hilft ist die Aufmerksamkeit auf etwas zu fokussieren, was um einen drum herum ist.
00:29:49: zum Beispiel ganz einfach sagen wir mal ihr seid nervös und ihr habt aber ein Stift in der Hand.
00:29:54: bei einem Vortrag haltet oder ich den Notizen mache Fühlt man genau wie dieser Stift sich anfühlt.
00:30:01: Ganz genau!
00:30:03: Ist da irgendwo eine Struktur?
00:30:06: Hat der Stift vielleicht ne Gravur, kann man das mit dem Finger spüren?
00:30:09: Euren Nervosität wird nicht weg sein aber sie bekommt viel viel weniger Raum.
00:30:18: So mal als kleine Idee.
00:30:19: Das ist im Prinzip der Gedanke von Aufmerksamkeit bewusst lenken und bleibt offen.
00:30:24: als dritter Tipp von mir Unser Gehirn liebt schnelle Urteile unser Gehirn nichts lieber mag als effizient und schnell zu sein.
00:30:34: Das spart ja auch massiv Energie, die man für alle andere Millionen Dinge braucht, die es alles leisten muss.
00:30:39: Aber manchmal hilft das Erinner zu halten und zu fragen, sehe ich gerade wirklich die ganze Situation?
00:30:46: Und sogar wenn ihr das in der Situation nicht könnt – ich sag mal meterebende Innersituation gar nicht mehr so einfach – vielleicht danach um dann vielleicht euch weitere Optionen zu geben, quasi euren Horizont zu erweitern.
00:31:00: Im Endeffekt möchte ich, dass ihr heute rausgehend und wisst – ah was Wahrnehmung überhaupt ist!
00:31:05: Und ja Wahrneemung so weniger ein Fenster zur Realität ist sondern vielmehr entspiegelt dessen wie unser Gehirn die Welt interpretiert.
00:31:18: Und vielleicht verändert sich etwas bei euch wenn ihr beginnt zu verstehen nicht alles was wir denken fühlen oder wahrnehmen es automatisch objektive Wahrheit, was auch immer das ist.
00:31:31: Manchmal es ist nämlich einfach nur die Geschichte, Wir hören uns in der nächsten Folge des Bald.
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